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Aktuelle Nachrichten
In den aktuellen Nachrichten stellen wir Ihnen wichtige Informationen sowie interessante Inhalte rund um unsere Netzwerkarbeit bereit und bieten Ihnen einen Überblick über unsere Technologiebereiche. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Berichterstattung aus unseren Innovationsnetzwerken und den daraus hervorgehenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Hamburg, 16.10.2026 – Bewegung in der Diskussion um das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): In den jüngsten Haushaltsberatungen des Bundestages wurde der seit Juli geltende Antragsstopp kritisch thematisiert. Auch die für 2027 geplante Mittelausstattung des Förderprogramms stößt im parlamentarischen Verfahren auf Kritik.

Das ZIM gehört zu den zentralen Förderinstrumenten für marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen. Seit dem 7. Juli 2026 können aufgrund begrenzt verfügbarer Haushaltsmittel vorübergehend keine neuen Zuschussanträge und Projektskizzen eingereicht werden. Ausgenommen sind Anträge mit internationalen Partnern im Rahmen offener bilateraler und multilateraler Ausschreibungen. Eine Wiederaufnahme der regulären Antragstellung wird für Anfang 2027 angestrebt, hängt jedoch von den verfügbaren Haushaltsmitteln für 2027 und die Folgejahre ab.

Kritik an geplanter Mittelausstattung für 2027

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) forderte gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsverbänden eine schnelle Wiederöffnung des ZIM sowie eine verlässliche Finanzierung im Bundeshaushalt 2027.

Nach Angaben des BVMW wurde der Antragsstopp inzwischen auch in den Haushaltsberatungen des Bundestages fraktionsübergreifend kritisch diskutiert. Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie positionierte sich demnach gegen die im Haushaltsentwurf vorgesehenen Kürzungen beim ZIM. Auch Abgeordnete verschiedener Fraktionen verwiesen in der Plenardebatte auf die Bedeutung des Programms für Innovationen im Mittelstand.

Aus den Regierungsfraktionen kamen ebenfalls Forderungen, die vorgesehene Mittelausstattung im weiteren parlamentarischen Haushaltsverfahren zu überprüfen. Eine abschließende Entscheidung über die Finanzierung des ZIM für 2027 ist damit jedoch noch nicht getroffen.

Antragsstopp bleibt vorerst bestehen

Für Unternehmen ändert die politische Diskussion zunächst nichts an der aktuellen Situation. Neue nationale ZIM-Anträge und Projektskizzen können weiterhin nicht eingereicht werden. Bereits vor dem Antragsstopp eingegangene Anträge können dagegen weiter bewilligt werden, sofern die Förderbedingungen erfüllt sind und entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Bewilligte Projekte und deren Auszahlungen sind vom Antragsstopp nicht betroffen.

Unternehmen mit geplanten Forschungs- und Entwicklungsprojekten sollten die weitere Entwicklung dennoch aufmerksam verfolgen. Eine politische Einigung auf eine stärkere Mittelausstattung könnte die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Antragstellung im kommenden Jahr verbessern.

F&E-Projekte jetzt weiter vorbereiten

Auch während des Antragsstopps können Unternehmen geplante Innovationsvorhaben weiterentwickeln. Projektziele, technologische Risiken, Arbeitspakete und mögliche Kooperationspartner lassen sich bereits heute strukturieren, sodass Vorhaben bei einer Wiederöffnung des Programms möglichst weit vorbereitet sind.

Parallel kann es sinnvoll sein, alternative Fördermöglichkeiten zu prüfen. Je nach Projekt können beispielsweise die Forschungszulage, themenspezifische Bundesprogramme, Landesförderungen oder andere F&E-Förderinstrumente infrage kommen.

Die IWS GmbH unterstützt Unternehmen dabei, geplante Innovationsprojekte einzuordnen, ZIM-Vorhaben vorzubereiten und alternative Förderwege zu prüfen.

Unternehmen, die aktuell ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt planen, sollten daher nicht zwingend auf eine Entscheidung zum ZIM warten, sondern frühzeitig klären, welche Förderstrategie für ihr Vorhaben infrage kommt.